Die Geldmaschine

Ein Protokoll

Meine sehr verehrten Damen und Herren, darf ich um ihre Aufmerksamkeit bitten! In Anbetracht der schlechten Daten könne man bei sorgfältiger Betrachtung der daraus resultierenden Taten nicht tatenlos zusehen, wie die Taten durch die Datenflut sich selber hinderlich sind, sondern man müsse den Tatsachen ins Angesicht blicken und der Betrachtung der Daten jene Taten folgen lassen, welche die Tatsachen tatsächlich wieder ins Reine bringen. Gegenüber der sehr wenig bis gar nicht vorhandenen guten Taten sind die schlechten Daten der Wirtschaft eine weitere Bedrohung für das Kapital und der Verkauf der Marken anlässlich der Massenmarken eine traurige Chronologie. Daher müssen die Daten chronologisch ausgewertet werden, damit der Wert der Daten die Taten aufwertet. Es ist darauf Augenmerk zu nehmen, dass die Gesetze so ausgelegt werden können, dass einerseits die Daten einer guten Tat als schlechte Tat gewertet werden können, andererseits können ebenfalls die Dateien einer schlechten Tat so interpretiert werden, dass eine schlechte Tat als gute Tat beurteilt wird. Diese Manipulation ist dann legitim, wenn der Fluss des Kapitals daraus profitiert, und die Wirtschaft dadurch einen Vorteil erlöst.

So verhält es sich auch mit dem Kapital, welches ja nicht unser Kapital ist, sondern ein großes Kapitel darstellt, um dessen Kern sich alles dreht. Ist aber das Kapital in einem Werk gebündelt und gefesselt, so ist in diesem Werk diese Kapitalbrache zu orten und einer Schmelze zuzuführen, damit das Kapital flüssig wird, und dieser Fluss sodann in die entsprechenden Kanäle geleitet werden kann. Um aber dieses Kapital aus der erstarrten Masse zu gewinnen, ist eine kapitale Änderung der Machtverhältnisse unumgänglich. Eine dieser kapitalen Strukturen, welche das Kapital zum Fliessen bringen, ist die Privatisierung. Alle Teile eines Werkes, welche auf Kapital reagieren, sind unverzüglich dem Kapitalmarkt zuzuführen, damit es die Anleger darauf anlegen und ihr Kapital hiefür auslegen, damit die Anlage in ihrem Kapital steigt.

Ist dies geschehen, soll bei entsprechend hohem Höhenflug des Kapitals, es darauf anzulegen, die Anlage zu filetieren, um die einzelnen Teile wiederum auf den Kapitalmarkt zu werfen. Dieser Vorgang obliegt aber nicht mehr im Ermessen eines Werkes und derer darin Tätigen, sondern ist eine Dynamik des Kapitals, vollzieht sich demnach unabhängig von Zeit und Rentabilität, sondern dient einzig der Vermehrung des Kapitals und dessen Prinzipien.

Die Zeit ist allerorts knapp und als Mangelware anzusehen. Das Regelwerk des Marktes und des Kapitals sieht daher vor, dass knappe Güter im Preis anziehen und viele andere Artikel im Wert nach unten drücken. Es ist jahrhundertealtes Gesetz, dass die Zeit am Drücker ist und als Zeitgeist der Gegenwart auf die Ferse drückt, deshalb ist der Druck der Zeit der Zeitdruck, der allem mit der Zeit den Stempel der Zeit aufdrückt, so dass unter Zeitruck die Juristen einen neuen Entwurf für ein Gesetz als Vorlage entwerfen und dann oft wieder verwerfen, da diese Vorlage schon im Entwurf kein guter Wurf werden würde, da mit der Zeit eben der Druck der Zeit und des Kapitals stetig weiter drückt. Unsere Juristen sind in guter Verfassung und versuchen rasch eine neue Fassung der Verfassung zu verfassen. Sie fassen dabei aus fast allen Bereichen die gefassten Daten auf und verankern sie in der Verfassung sofern es ihre zeitliche Verfassung erlaubt.

Was den Zeitplan für das Verfassen der Verfassung betrifft, ist der Zeitdruck betreffs Druck der Verfassung eine unbekannte Größe und man solle mit dem Plansoll unbedingt im Zeitplan bleiben und die Zeit effizienter planen, um einen Plan bei Zeiten aktualisieren zu können. Darauf nehmen die kritischen Kritiker in ihren Stellungnahmen Stellung, welche ohnehin hinlänglich bekannt sind. Im folgenden Kapitel des Entwurfes geht es darum darum, die Produktivität eines Produktes oder eines Werkes, in unserem Fall die Privatisierung, in ihrer effektivsten Form, auch umzusetzen, um Schritt für Schritt kreativ richtige Schritte zu setzen.

Denn das Kapital darf nicht gehemmt werden und muss ungehindert von einem Kanal in einen anderen gelangen können, damit die Reform auch formal ins rechte Licht gesetzt werden kann. So kann Zeit und Kapital gespart werden, um einen effizienten Wirkungsgradienten der Mittel zu ermitteln. Faktum ist; wird bei der Zeit nicht gespart, erspart man sich keine Zeit für weitere Zeitaufwendungen, diese kann mit der Zeit dann nicht auf ein zeitlich eingerichtetes Zeitkonto gutgeschrieben werden.

Die ersparte Zeit ist aber nicht Dienstfrei anzusehen, sondern in Zeiten des Sparens hat jede Amtsperson seine ersparte Zeit kreativ zu nützen. Es ist ein Gebot der Stunde, zeitgerecht alle erdenklichen elektronischen Hilfen flexibel einzusetzen, um keine Zeit zu vergeuden und Arbeitsabläufe zu beschleunigen, damit mehr Zeit bleibt für Kreativität. Die Kreativität ist eine Datengröße, die permanent schrumpft, wenn keine Taten aus den vorhandenen Daten keimen und Zeit auf der ungenützten Scholle der Zeit vermodert. Es wird die Zeit kommen, wo Kreativität und Flexibilität von jedem Unternehmer und Arbeitnehmer per Gesetz verpflichtend eingefordert werden wird. Eine Stellungnahme dazu ist im Entwurf fast fertig, doch sie wurde wieder verworfen und dieser Tage auf den Herbst vertagt.

Nichtsdestotrotz setzen wir nun auf jeden Einzelnen, dass der Fahrplan für die Privatisierung im Zeitplan eingehalten wird, damit der Beginn der Reform nicht nur im Ansatz ihre Fortsetzung findet, damit sicher gestellt ist, dass sich die Macht des Marktes und des Kapitals frei entfalten kann. Untersuchungen in Langzeitstudien haben seit langer Zeit bestätigt, dass ein unfreier Markt, das Kapital sowie seine Daten und die daraus prognostizierten Taten verzerrt; also dem ungehinderten Rotieren des Kapitals höchst hinderlich ist. Es sei höchste Zeit, dass die Zeit optimal genutzt wird, um die Kreativität der Mitarbeiter zu steigern und die Bilanzen zu verbessern, um an der gefundenen Linie mit aller Deutlichkeit festzuhalten.

Gesetzt den Fall, und der Fall tritt ein, dass ein Gesetz im Vollzug sich widersetzt, so hat sich der Gesetzgeber erneut zusammen zu setzen, um sich mit dem Gesetz auseinander zu setzen. An der parlamentarischen Auseinandersetzung des Gesetzes haben sich allfällige Gesetzeshüter zusammenzusetzen, und die Arbeitsgruppen sind so zu beschicken, wie es der Gesetzgeber im Gesetz sagt.

Schlussendlich sind die einzelnen Schritte in den Formulierungen so auszuformulieren, dass sie für die Menschen im Vollzug nur schwer nachvollziehbar sind, um die Ausschüsse und Vorbereitungsmaßnahmen nicht zu beeinflussen. Gesetze zu verfassen und zu beschließen ist eine verantwortungsvolle Tätigkeit, welche eine Unmenge von Daten erfordert, um die erforderlichen Rahmenbedingungen herzustellen. Kompromisse sind tunlichst zu vermeiden, um den Dialog und die Stabilität nicht zu sehr zu festigen. Ein fauler Kompromiss ist in jedem Fall besser, als ein Gesetz, welches nicht von kapitalem Interesse am Kapital inspiriert ist. Der Ablauf zur Unterbleibung von Kompromissen, ist im Anhang dieses Protokolls ausgeführt und wie folgt durchzuführen.

Anhang: Ein Entscheidungsträger darf einen Kompromiss zwecks Vereinfachung eines Gesetzes verbieten. Verbietet ein Entscheidungsträger einem anderen Entscheidungsträger zwecks Vereinfachung eines Gesetzes einen Kompromiss, so ist dieses Verbot vom Verbotgeber dem Entscheidungsträger rechtzeitig und kompromisslos anzuzeigen. Ein Entscheidungsträger kann ein Kompromissverbot aussprechen, aber er darf nicht davon ausgehen, insbesondere wenn mehrere Entscheidungsträger in eine Entscheidungsfindung involviert sind, dass bei einem Kompromissverbot eines Entscheidungsträgers ein anderer beteiligter Entscheidungsträger ebenfalls den gleichen Kompromiss verbietet, da eine Doppelgleisigkeit tunlichst zwecks Schonung des Kapitals zu unterlassen ist. Weiters muss ein Verbotgeber davon ausgehen, dass bei einem ausgesprochenen Kompromissverbot eines Entscheidungsträgers automatisch auch alle anderen Entscheidungsträger den vorbereiteten Kompromiss verbieten.

Am Ende der Besprechung sei noch festzuhalten: Nicht der Mensch ist das wichtigste Kriterium, dem alle Belange des Kapitals unterzuordnen sind, sondern einzig und allein die Interessen des Kapitals sind maßgebend. Nicht der Mensch ist des Menschen Kapital, sondern das Kapital ist das Kapital des Menschen, und dem Kapital und seinen Mechanismen sind alle anderen Interessen hintanzustellen. Meine Damen und Herren, ich danke ihnen für ihre Aufmerksamkeit.


Zu diesem Text hat mich die Verzichtsregel der Vorrangregeln der Straßenverkehrsordnung inspiriert.

Joschi 2006